Seminarthemen
Geodätisches Seminar  WS 2009/ 2010

Seminar Kommunal- und Landentwicklung I SS 2009

Projektseminar Kommunal- und Landentwicklung II SS 2009

Projektseminar Kommunal- und Landentwicklung SS 2008
Impressionen

Seminar Moderationstechniken SS 2008, 2009

Aktuelle Informationen zu den Seminaren

Geodätisches Seminar  WS 2009/ 2010

Teilnehmer:  MSc Geodäsie und Geoinformation 1. Semester

Zeit: DO 16-18 Uhr c.t., Hörsaal 0120

Fakultät für Bauingenieur-
und Vermessungswesen
Bamler  -  Hugentobler  -  Magel  -  Meng    Rummel    Schilcher    Stilla    Wunderlich

Termine

Themen

Referenten

Betreuer

03. Dezember
2009

Einführung

 

 

Raumbedeutsame Verkehrsinfrastruktur - von der Planung bis zur Umsetzung:
eine vielseitige Aufgabe für Geodäten

Julia
Geiger

Spreng,
Lehrstuhl für Bodenordnung und Landentwicklung
(Prof. Magel)

10. Dezember
2009

UAV - Mapping:
Möglichkeiten und Grenzen
für die Photogrammetrie

Jakob
Schlie 

Eder,
Fachgebiet Photogrammetrie und Fernerkundung (Prof. Stilla)

Mobile Mapping Systeme - Systemunterschiede und Anwendungsgebiete

Patrick
Peer 

Reith,
Lehrstuhl für Geodäsie
(Prof. Wunderlich)

17. Dezember
2009

 Atmosphärische
Auflasten

Monika
Stetter

Steigenberger,
Fachgebiet Satellitengeodäsie
(Prof. Hugentobler)

Potential von hoch­aufgelöstem SAR für Persistent Scatterer Interferometry in
urbanen Gebieten

Johanna
Hutter

Gernhardt,
Lehrstuhl für Methodik der Fernerkundung
(Prof. Bamler)

14. Januar
2010

Terrestrisches Laserscanning (TLS)
im heutigen
Tunnelbau

Jean-Marc Schares

Ohlmann-Bartusel,
Lehrstuhl für Geodäsie
(Prof. Wunderlich)

Geostationäre Satelliten
zur Unterstützung
der Navigation 

Matthias Mössmer

Hugentobler,
Fachgebiet Satellitengeodäsie
(Prof. Hugentobler)

21. Januar
2010

Eine Herausforderung der Innenentwicklung:
Steuerung von Schrumpfungsprozessen mit Hilfe der Dorferneuerung?

Franz
Fraitzl

Ritzinger,
Lehrstuhl für Bodenordnung und Landentwicklung
(Prof. Magel)

Visualisierung
mit
Density-Equalizing Maps

Vitja
Ehlers

Murphy,
Lehrstuhl für Kartographie
(Prof. Meng)

28. Januar
2010

Ozeanzirkulation aus geodätischen Messverfahren als Beitrag zur Klimaforschung

Uli
Schmid

Rummel,
Lehrstuhl für Astronomische und Physikalische Geodäsie
(Prof. Rummel)

Beiträge der ländlichen Bodenordnung
zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie

Daniel
Gall

Ch. Groß,
Lehrstuhl für Bodenordnung und Landentwicklung
(Prof. Magel)

04. Februar 2010

Näherungsweise Orientierung
mit einem unbewegten
GNSS-Empfänger

Carina
Simmler

Wunderlich,
Lehrstuhl für Geodäsie
(Prof. Wunderlich)

Thermographische Erfassung von Altbauten und Auswertung durch Bildverarbeitung Florian Sitte   Iwaszczuk / Hoegner, Fachgebiet Photogrammetrie und Fernerkundung (Prof. Stilla)

11. Februar 2010

Puffer


Puffer

 

 


3 ECTS - Leistungsnachweis

Die Vorträge im Rahmen des Geodätischen Seminars bestehen aus jeweils 25 Minuten Vortrag
und ca. 15 Minuten Diskussion.


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Seminar Kommunal- und Landentwicklung I SS 2009

Mittels eigenen Referaten und Exkursionen zu Anschauungsbeispielen erhielten die Studenten Einblick in die Praxis von Themen der Kommunal- und Landentwicklung.

Termine/ Inhalt/ Partner

15. Mai 2009: Donausmoos

Themen waren:
  • Haus im Moos
  • Flurneuordnung Pobenhausen II und Naturschutz
Mit
1. Bürgermeister Friedrich Kothmayr
BD Alois Krausenböck und Georg Baur, Amt für Ländliche Entwicklung Schwaben
Franziska Roauer (unten), Vorsitzende der Teilnehmergemeinschaft
Ulrich Sorg und Dr. Pankraz Wechselberger, Umweltbildungsstätte Haus im Moos

05. Juni 2009: Gemeinde Weyarn

Themen waren:
  • Siedlungsentwicklung im Einklang mit der Philosophie ´Wir wollen ländlich bleiben´ - was bedeutet das?
  • Landnutzung im Einklang mit dem Wasser - Landentwicklung zwischen öffentlichem Interesse und Eigennutz.
Mit Michael Pelzer, 1. Bgm. von Weyarn
Stadtwerke München

12. Juni 2009: Ampertal

Themen waren:
  • Integrierte Ländliche Entwicklung im Ampertal
  • Dorferneuerung Wippenhausen
  • Hochwasserschutz Hirschbach
Mit Konrad Springer, 1. Bgm. Kirchdorf a.d.Amper

2 ECTS – Leistungsnachweis
  • Teilnahme und
  • Impulsreferate oder
  • Protokoll

Ansprechpartner

Dipl.-Geogr. Silke Tamara Franke
T  089 / 289-22 519
E  franke@landentwicklung-muenchen.de
Raum 0780

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12. Juni 2009: Exkursion ins Ampertal
im Rahmen des Seminars Kommunal- und Landentwicklung I

Kirchdorf an der Amper zählt 2.800 Einwohner und gehört zum Landkreis Freising. Der Süden des Landkreises wird durch die Nähe zu München und dem Flughafen stark beeinflusst (Industrie und Gewerbe). Der nördliche Landkreis ist vorwiegend landwirtschaftlich geprägt (Hopfenanbaugebiet
Hallertau).

www.kirchdorf-amper.bayern.de

Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE)  Ampertal

Immer mehr Gemeinden erkennen, dass viele ihrer Probleme in der Gemeinschaft mit anderen Gemeinden besser zu lösen sind als allein.

In der ILE Ampertal arbeiten neun benachbarte Gemeinden zusammen:
Allershausen, Fahrenzhausen, Freising, Haag, Kranzberg, Kirchdorf, Langenbach, Wolfersdorf und Zolling.

Bürgermeister Konrad Springer erläutert den Studenten Ablauf und Organisation der ILE.

Nach einer umfassenden Bestandsanalyse durch ein Planerteam (Landespflege, Architektur und Landwirtschaft) beschäftigten sich fünf "Kompetenzteams" mit den Handlungsfeldern: Siedlung, Verkehr, Landwirtschaft, Landschaft und Erholung. Gemeinderäte und Bürger aus allen beteiligten Gemeinden haben dabei ihre Ideen und Zielvorstellungen eingebracht und so das übergemeindliche Konzept mitentwickelt. Entscheidend ist nun die Umsetzung der Ideen.

Dorferneuerung im Ortsteil Wippenhausen vor großen Herausforderungen: Was tun mit mit der (ehem.) landwirtschaftlichen Bausubstanz? Werden die kleinen Dörfer zunehmend von städtischem Baustil überprägt?  Hier sind Leitbildarbeit und Rückgrat gefragt.
Studenten halten Impulsrefrerate:
  • Was ist ILE?
  • Vor- und Nachteile Interkommunaler Zusammenarbeit
  • Regionalmanagement nach LEADER
  • Regionalmanagement nach Allianz Initiative Bayern
  • Kommunaler Hochwasserschutz
Hochwasserfreilegung von Hirschbach

Die Rückhaltebecken für den Hirschbach nördlich der gleichnamigen Ortschaft wurden im Zuge der Flurneuordnung in Hirschbach (Felderzusammenlegung ) ermöglicht. Die drei Staubecken haben zusammen Fassungsvermögen von gut 13.000 Kubikmeter.

www.hirschbach-bayern.de

Ein Problem für den funktionierenden Hochwasserschutz: Maisanbau


05. Juni 2009: Exkursion nach Weyarn
im Rahmen des Seminars Kommunal- und Landentwicklung I

Weyarn, Landkreis Miesbach, liegt im bayerischen Alpenvorland, 35 km südlich von München. Trotz der günstigen Verkehreslage an der Autobahn A8 München-Salzburg ist die Gemeinde mit seinen 21 Dörfern bis heute überwiegend landwirtschaftlich geprägt.
www.weyarn.de




Grund dafür ist der bewusste Umgang mit Herausforderungen, wie:
  • Zunehmender Zuzug aus München,
    steigende Nachfrage an Wohnplätzen 
  • steigende Grundstückspreise 
  • Abwanderung junger Menschen
  • Verlust von Infrastruktur
  • ausufernde Gewerbegebiete an der Autobahn 
  • Trennung von Wohnen und Arbeiten - was traditionell in Dörfern zusammengehörte
Hier im Bild: Bürgermeister Michael Pelzer zeigt, wie sich  die jeweils vorherrschenden Baustile im Laufe der Jahrzehnte gewandelt haben.
Gemäß dem Leitbild "Wir wollen ländlich bleiben" wurde begonnen, eine aktive Bodenpolitik zu betreiben:
"Baugebiete werden nur noch ausgewiesen, wenn die Grundstücke der Gemeinde gehören. Um Bauland zu mobilisieren, kann die Gemeinde Weyarn Flächen ausweisen, wenn der Eigentümer 2/3 der Bruttofläche an die Gemeinde zum doppelten landwirtschaftlichen Grundstückspreis verkauft."
Die von der Gemeinde erworbenen Grundstücke werden ausschließlich im Erbbaurecht an ortsansässige junge Familien oder an  Gewerbetreibende weitergegeben.

Hier im Bild: Viele öffentliche Flächen und "Neues Bauen am Hang" mit Weinreben


Studenten halten Impulsrefrerate:
  • Möglichkeiten und Grenzen der Steuerung der Siedlungsentwicklung
  • Konfliktpotential Trinkwasserschutz u. Landnutzung
  • Wirkungsweise der Wasserschutzgebiete,
  • Ziele der Wasserrahmenrichtlinie
  • Wer ist für den Schutz des Wassers zuständig?
Das Mangfalltal versorgt die Stadt München seit 1883 mit Trinkwasser. Um die gute Qualität des Wassers langfristig zu  gewährleisten, kaufen die Stadtwerke München (SWM) Flächen im Trinkwassereinzugsgebiet und verpachten sie an Landwirte, die die Flächen nach ökologischen Richtlinien zu bewirtschaften.
www.swm.de

Blick in die Grundwasserfassung bei Thalham (Wasserschloss Reisach mit Sammelkanal).
Ein Mitarbeiter der Stadtwerke München erläutert das System der Wassergewinnung



15. Mai 2009: Exkursion ins Donaumoos
im Rahmen des Seminars Kommunal- und Landentwicklung I

In Karlshuld-Kleinhohenried, Landkreis Neuburg-Schrobenhausen, liegt Süddeutschlands größtes Niedermoor, das Donaumoos (180 qkm).




1. Bürgermeisters Friedrich Kothmayr begrüßte die Studenten:

"Karlskron wurde als erste Niederlassung im Donaumoos gegründet. Die ersten Häuser entstanden entlang der neuerbauten Moosstraße von Reichertshofen nach Lichtenau. Zu Ehren des hohen Förderers der Donaumooskultur, des Kurfürsten Karl Theodor, erhielt die neue Kolonie den Namen Karlskron. Heute zählt die Gemeinde 4.700 Einwohner"
www.neusob.de/karlskron/

Studenten halten Impulsrefrerate:
  • Entstehung und Besonderheiten eines Niedermoors
  • Wechselseitiger Einfluss und Konfliktpotenziale Naturschutz (Moorlandschaft) und Landwirtschaft 
  • Kultivierung und Probleme im Donaumoos
  • Relevante Aussagen im Regionalplan Ingolstadt
  • Rekultivierung bzw. Entwicklungskonzept Donaumoos
Das Donaumoos-Entwicklungskonzept 2000–2030 wurde gemeinsam mit der Bevölkerung und Fachleuten erarbeitet. Danach sollen bestimmte Gebiete im Donaumoos für Siedlungen und die Landwirtschaft gesichert werden und andere dem Schutz vor Hochwässern, dem Moorkörperschutz oder dem Arten- und Biotopschutz dienen.

Ulrich Sorg und Dr. Pankraz Wechselberger, Umweltbildungsstätte Haus im Moos

"D
as Haus im Moos: Eine Umweltbildungsstätte mit Ausstellungen, großem Freigelände und Freilichtmuseum.

Besucher sollen einen unmittelbaren Zugang zur Natur des Donaumooses erhalten und dabei die Besonderheiten dieser Landschaft sowie seiner
200jährigen Besiedlungsgeschichte erfahren".
www.haus-im-moos.de

Das Entwicklungskonzept Donaumoos 2000-2030 strebt an, die Grünlandflächen stark ausweiten. Neben der Wiesennutzung, dem Bau von Wasserrückhalteräumen und dem Ankauf von künftigen Moorwachstumsflächen soll insbesondere eine Beweidung der Flächen durch verschiedene Weidetiere erfolgen. Dabei werden v.a. von Aussterben bedrohte und robuste Arten eingesetzt, etwa Rinder wie  Murnau-Werdenfelser, Schafe wie Moorschnucken sowie, besonders spektakulär, Wisente.
www.wisentprojekt-donaumoos.de



BD Alois Krausenböck (links) und Georg Baur  (rechts), Amt für Ländliche Entwicklung Schwaben sowie Franziska Roauer (unten), Vorsitzende der Teilnehmergemeinschaft:

"
Im Jahr 2005 wurde das vereinfachte Flurneuordnungsverfahren Pobenhausen II, Gemeinde Karlskron, eingeleitet. Bereits 2008 erfolgte die Neuverteilung der Grundstücke. Durch Zusammenlegung der Grundstücke und eine neue Wegeerschließung sollte die Bewirtschaftung vereinfacht werden. Auch die für den Naturschutz vorgesehenen  Eigentumsflächen von Landkreis und  Donaumoos- Zweckverbandwaren sehr zerstückelt, die Wirkung im Sinne des Arten- und Biotopschutzes ließ sich durch Zusammenlegung optimieren (vor allem der Schutz wiesenbrütender Vogelarten und des Moorkörpers). Darüber hinaus wurden die Möglichkeiten der Beweidung mit Rindern und Wisenten verbessert und das Landschaftsbild erhalten bzw. weiter aufgewertet".
www.ale-schwaben.bayern.de

Bildbeispiel: Ländlicher Wegebau



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Projektseminar Kommunal- und Landentwicklung II SS 2009

Das Projektgebiet ist die Region "Die Stauden", eine Erholungslandschaft südwestlich von Augsburg, Teil der Regionalentwicklung Augsburg Land West (REAL West e. V.). Für das Seminar wurden Teilprojektaufgaben entwickelt, die von den Studenten in mehreren Gruppen eigenständig zu bearbeitet waren.
Themen
Verkehr: Ortsumfahrung B 300
Gessertshausen

Um die „Ortsumfahrung B 300“ gibt es bereits jahrelange, kontroverse Diskussionen. Aufgrund der hohen Verkehrsbelastung drängen die betroffenen Anwohner darauf, den Verkehr aus den Ort zu schaffen. In den 1990er Jahren wurden verschiedene Varianten erörtert, den Verkehr aus den Stauden und der B 300 weiträumig um die Orte zu lenken.

Problematisch ist, dass eine Verlagerung entweder das landschaftliche reizvolle und ökologisch sensible Schmuttertal oder den funktional wertvollen Wald beeinträchtigen würde. Im Jahr 2000 wurde das Raumordnungsverfahren mit der Festlegung, nur eine Südumfahrung sei möglich, vorläufig abgeschlossen. Es folgten Gutachten zur Hochwassergefährdung und zu Eingriffen auf vorhandene Flora-Fauna-Habitate. Anfang 2009 stellte der Gemeinderat einen Antrag auf Ausweitung des Raumordnungsverfahrens, um ortsverträglichere Trassenvarianten untersuchen zu können.

Aufgabenstellungen

  • Gegenüberstellung von Argumenten pro und contra Umfahrung
  • Darstellung der Trasse B300 (aktuell und Varianten)
  • Analyse des Flächenverbrauchs der verschiedenen Varianten
    sowie 
    Bodenordnerische Überlegungen zu Trassenvarianten,
  • Eigentümer- und Nutzungsverträglichkeit unter Einbeziehung der Ergebnisse vorhandener Gutachten
  • Diskussion von Aspekten zur künftigen OrtsentwicklungGeländemodell mit 3D-Visualisierung der B300-Umfahrungsvarianten
Kommunale Energiekonzepte (Gemeinde Gessertshausen)

Die steigende Nachfrage nach fossilen Energieträgern auf dem Weltmarkt sowie deren Endlichkeit führen zu anhaltenden und erheblichen Preissteigerungen dieser Energieressourcen.  Im Rahmen der aktuellen Klimadebatte wurde eine Vielzahl neuer Instrumente zur Förderung alternativer Energien hervorgebracht. Die angestrebte Umstrukturierung der Energieversorgung, die oft als „Energiewende“ bezeichnet wird, bedarf einer nachhaltigen Gestaltung und folglich einer möglichst präzisen Untersuchung ihrer Auswirkungen. Besonderes Augenmerk ist hierbei auf die ländlichen Räume zu richten, da ihnen vielfach eine Rolle als „Energielieferanten der Zukunft“ zugeschrieben wird.

Aufgabenstellungen
  • Theoretische Auseinandersetzung mit dem Zielkonflikt  „Tank oder Teller“
  • Kommunale Energiekonzepte: allgemeine Inhalte und Handlungsmöglichkeiten
  • Mögliches Energiekonzept für Gessertshausen
  • Diskussion und Konkretisierung von geeigneten Handlungsfeldern/ Maßnahmen/ Potenzialen
    in Gessertshausen
    unter Einsatz von GIS und darin eingebetteter Tools
„Kraftorte“ als Potenzial im Gebiet der Regionalentwicklung REAL

Mit Orten wie dem Kloster Oberschönenfeld oder der Wallfahrtskirche Maria Ves-perbild sowie den vielen Kapellen, Feldkreuzen und Gedenkbäumen, mit den Hügelgräbern und Keltenschanzen oder mit den Alleen und Naturdenkmälern bietet das REAL Plätze, die eine besondere Energie ausstrahlen. Dies ist ein Potenzial, das für die Wertebildung und Wertschöpfung innerhalb der Regional-entwicklung genutzt werden kann. Vorhandene Ansätze wie der Meditationsweg (Strecke Fischach bis Siebnach), der Besinnungsweg (rund um Mittelneufnach) oder der Jacobus-Pilgerweg könnten ausgebaut werden.

Aufgabenstellungen

  • Theoretische Auseinandersetzung mit  den Begriffen
    „Heimat“, „Identität“, „Kultur“,
    „Regionalentwicklung“, „Wertschöpfung und Bewusstseinsbildung“
  • Kurze Beschreibung des Instruments LEADER;
  • Darstellung relevanter Ziele von REAL
    Auswahl und Darstellung geeigneter „Kraft-Orte“ mithilfe von GIS;
    Herausarbeitung der spezifischen Besonderheiten
  • Was bedeuten Begriffe wie "Lebensqualität", "Heimat"
    (Interviews in Bevölkerung,  Extrahierung von Merkmalen und Bewertung der Situation)
  • Vorschläge für die Entwicklung und Gestaltung dieser Kraftorte als Beitrag zu den Zielen des REAL
    (Themenwege, sinnstiftender Umgang mit
    Heimat, Wertschöpfung und Bewussstseinsbildung)
Gendergerechte Innenentwicklung (Markt Fischach)

Was „Lebensqualität“ ist, muss sich an den Bedürfnissen der Menschen orientieren und diese unterscheiden sich je nach Zielgruppe wie etwa Kinder, Senioren, Jugendliche etc. Es gilt, die Bedürfnisse zu erfassen (Gender-Check), ausgewählte Merkmale räumlich darzustellen (wo z.B. gibt es Kinderspielplätze, wo halten sich Jugendliche auf, wie gut und sicher sind bestimmte Angebote zu Fuß zu erreichen?) und Verbesserungsvorschläge zu entwickeln. In vielen Papieren wird als Beitrag zum Flächensparen und zur Vitalisierung der Gemeinden die „Innenentwicklung“ gefordert. Wie sieht es damit in Fischach im Verhältnis zur „Außenentwicklung“ aus?

Aufgabenstellungen
  • Theoretische Auseinandersetzung mit Begriffen kommunale Daseinsvorsorge, Lebensqualität, Gender Mainstreaming
  • Erarbeitung und Durchführung eines "Gender-Checks"
  • Einsatz von mobilen GIS zur Erfassung von sozialen Treff- und Brennpunkten
  • Vergleich mit der räumlichen Verteilung der Bevölkerung nach genderspezifischen Merkmalen
  • Gedanken zur Innen- und Außenentwicklung des Ortes
  • Erarbeitung von Verbesserungsvorschlägen

2 ECTS (Landentwicklung) - Leistungsnachweis

  • Abschlusspräsentation der Projektergebnisse vor Ort in der Region Stauden
  • Erstellung eines Posters über Aufgabenstellung und Projektergebnisse
  • Schriftliche Ausarbeitung (kurzer Zwischenbericht und Endbericht)

Ansprechpartner

Dipl.-Geogr. Silke Tamara Franke
T  089 / 289-22 519
E  franke@landentwicklung-muenchen.de
Raum 0780

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Impressionen Sommer 2009

08. Mai 2009: Startschuss für das "Stauden-Seminar"
Kommunal- und Landentwicklung II in Gessertshausen.


Studenten und Betreuer treffen sich zu einer gemeinsamen
Projektbesprechung mit den Akteuren vor Ort.



Erster Bürgermeister Anton Mayer (links) und Zweiter Bürgermeister Otto Hochmuth (rechts) begrüßten die Studierenden in ihrer Gemeinde Gessertshausen:

"Wir sind schon sehr gespannt auf die Analysen und Ideen unvoreingenommener, junger Leute zu den Themenbereichen Verkehr und Energie. Wir sind eine Gemeinde mit fünf Ortsteilen und Weilern  am Naturpark Westliche Wälder und mit dem Kloster Oberschönenfeld als kulturellem Anziehungspunkt".

Erster Bürgermeister Peter Ziegelmeier (Markt Fischach):

"Ich freue mich, dass auch dieses Jahr Studenten der TU München zu uns kommen, um das Thema Ortsentwicklung zu vertiefen, diesmal unter dem Blickwinkel der Gendergerechtigkeit. Wir haben die Vorschläge der Projektgruppen vom Vorjahr aufgegriffen und im Gemeinderat diskutiert - derzeit laufen etwa Verhandlungen zur Gestaltung des Marktplatzes und zur Umsetzung von Energieprojekten".


Christian Fendt (links) und Bernd Schönauer (rechts), Regionalwentwicklung Augsburger Land West:

"Wir suchen neue Potenziale im Tourismus. Unsere geschichtlichen Wurzeln bieten dafür interessante Ansatzpunkte, so etwa die Themen Kelten und Römer oder Fugger und Mozart".

Kloster Oberschönenfeld mit Volkskundemuseum

Neben den volkskundlichen Ausstellungen zu den Themen Bräuche und Feste im Jahresablauf und Wohnen auf dem Land dokumentiert das Museum mit der Ausstellung „Von der Handarbeit zur Maschine" auch den tiefgreifenden Wandel der Landwirtschaft in Schwaben.
www.schwaebisches-volkskundemuseum.de

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24. Juli 2009: Abschluss des Projektseminars
Kommunal- und Landentwicklung II


Vor dem Publikum einer gut gefüllten Sporthalle präsentierten die Studenten Ihre Abschlussarbeiten in Gessertshausen.

Der Studentische Projektkoordinator, Thomas Friedel, begrüßte die Anwesenden: "Elf Wochen Projektarbeit liegen nun hinter uns. Ziel war, eingeständig vier Themen zu bearbeiten und damit das vor Ort praktisch anzuwenden, was wir bisher gelernt haben. Dazu gehört die Auseinandersetzung mit Problemen und Chancen der ländlichen Entwicklung sowie die Anwendung von Geoinformationssystemen. Wir standen vor enormen Zeitdruck und wurden mit Problemen konfrontiert, die unvorhergesehen waren, etwa bei der Datenbeschaffung. Aber wir haben die Herausforderung gemeinsam gemeistert und stellen Ihnen nun die vier unterschiedlichen Projekte vor ".


Gruppe "Sozialgerechte Innenentwicklung Markt Fischach"

§1 Abs 6 BauGB: Bei der Aufstellung der Bauleitpläne sind insbesondere zu
berücksichtigen: […] 3. die sozialen und kulturellen Bedürfnisse der Bevölkerung, insbesondere die Bedürfnisse der Familien, der jungen, alten und behinderten Menschen, unterschiedliche Auswirkungen auf Frauen und Männer sowie die Belange des Bildungswesens und von Sport, Freizeit und Erholung.


Wir haben die Einwohnerdaten von Fischach analysiert und mit Bürgern gesprochen. Unsere Vorschläge:
  • Die Randlage der Kindergärten und Spielplätze überdenken
  • Verkehrsinseln entlang der Hauptstraße schaffen
  • Für Jugendliche einen Treffpunkt errichten, z.B. Nähe Schule und Staudenhalle
  • Einen neuen Bürgerplatz gestalten, mit großzügigem Platz, Sitzgelegenheiten und Brunnen sowie Spielplätzen in der Nähe.
  • Ein Monitoring für leerstehende oder untergenutzte Gebäude einführen


Gruppe "Kraftorte als Potenzial für Regionalentwicklung"

Bei der Entwicklung von ländlichen Regionen sollte es nicht nur um Wertschöpfung, sondern auch um Werteschöpfung gehen! 

"Ziel ist es, über die Entfaltung der Sinne und mit geeigneten Erfassungsmethoden, den jeweiligen Ort bzw. das Umfeld und deren natürliche Kräfte und Energiemuster sowie Wirkungsprinzipien zu erfassen" (Söhmisch 1999).

Das Logo der Region Stauden verweist bereits auf Potenziale in den Bereichen Natur und Landschaft sowie Kultur und Sakralbauten,
welche zu Fuß oder mit dem Fahrrad erfahren werden können.

Idee ist, geeignete Routen mit GPS-Einsatz abzugehen und die Stationen, etwa des Besinnungsweges, in Google Earth zu verorten und zu beschreiben.




Gruppe "Kommunales Energiekonzept für Gessershausen"

Die Dachflächen der Schwarzachhalle in Gessertshausen bieten Platz für ca. 660 qm Photovoltaik . Das ergäbe einen jährlichen Ertrag von  150.000 kWh zu ca. 27.600 €Die Gemeinde könnte dies als Vorzeigeprojekt realisieren und dabei ihrer Vorbildfunktion nachkommen. Auch das MOCO-Gelände birgt in dieser Hinsicht ein großes Flächenpotenzial.

Weitere Möglichkeiten würde eine  interkommunale Zusammenarbeit eröffnen, etwa über einen gemeinsamen Koordinator, der Energieberatung und Energiestammtische anbietet, über Fördermöglichkeiten informiert,  Vergünstigungen über Sammelbestellungen organisiert und Flächenkonflikte thematisiert.


Gruppe "Ortsumfahrung B300 Gesserthausen"

Die Trassenvarianten durchschneiden Flächen mit unterschiedlichen Eigentumsverhältnissen, Flächen, die forst- und landwirtschaftlich genutzt werden oder besondere Bedeutung für die Umwelt und die Naherholung haben. Durch die Aufbereitung der Daten und verschneidung mit Kartengrundlagen, konnten diese Rauminformationen visualisiert und sogar dreidimensional dargestellt werden.

Egal, auf welche Trassenvariante die Wahl fällt, für eine Umgehungsstraße werden Flächen benötigt. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten, etwa  "Freihändiger Erwerb" durch das Staatliche Bauamt oder Flurneuordnung und damit auch Neuordnung des  ländlichen Grundbesitztes mit der Option, bessere  Produktionsbedingungen in der Landwirtschaft zu schaffen, ökologische Aspekte zu berücksichtigen und Bürger zu beteiligen.





Erster Bürgermeister Anton Mayer (links) und Prof. Dr.-Ing. Holger Magel

Bürgermeister Mayer: "Wir werden uns aus den Ergebnissen die Rosinen herauspicken. Jetzt, mit dem Konjunkturprogramm, können wir z.B. in Sachen Energie einiges voranbringen".

Martin Merkle, 2. Bürgermeister Fischach: "Es hat sich in den letzten Jahrzehnten viel geändert in unserer Gemeinde. Die Spielplätze hatten wir damals dort gebaut, wo die Bevölkerung sie haben wollte, auch wenn es wertvoller Baugrund war. Aber inzwischen wohnen dort keine Kinder mehr".

Ludger Klinge, Amt für Ländliche Entwiklung Krumbach: "Kompliment an die Studenten, die in der Kürze der Zeit solche Ergebnsse erarbeitet haben. Interkommunale Zusammenarbeit ist in der Tat ein Thema, das noch viel ernster genommen werden sollte".

Bernd Schönauer, REAL West: "Ich werde die Ergebnisse der Studenten an die Arbeitskreise weiter leiten. Wir sind nicht nur auf Ideen aus der Region selbst, sondern auch von außerhalb angewiesen".

Prof. Magel: "Dass die Planungen zu einer Umgehungsstraße von vielen und auch  emotional aufgeladenen Pro- und Contra-Diskussionen vor Ort begleitet werden, ist Ausdruck unserer gelebten Demokratie".

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Projektseminar Kommunal- und Landentwicklung II SS 2008

Das Projektgebiet ist die Region "Die Stauden", eine Erholungslandschaft südwestlich von Augsburg, Teil der Regionalentwicklung Augsburg Land West (REAL West e. V.). Für das Seminar wurden Teilprojektaufgaben entwickelt, die von den Studenten in mehreren Gruppen eigenständig zu bearbeitet waren.
Themen
Innenentwicklung der Marktgemeinde Fischach - Check und Strategien

Problematik
Der Wettbewerb "DorfVital" ist eine Gemeinschaftsaktion des StMLF mit dem Bayerischen Gemeindetag, der Gemeinden ermuntern sollte, aktiv Potenziale zur Innenentwicklung und zur Stärkung der Funktionsvielfalt zu nutzen. Als Anleitung für die eingeständige Durchführung gibt es einen „Vitalitäts-Check“ mit Vorschlägen zur strukturierten Erhebung und Bewertung relevanter Fragestellungen – ein ideales Feld für Studenten nicht nur die Methoden der Erhebung, Darstellung und Bewertung zu üben, sondern auch mit eigenen Ideen interessante Strategien vorzuschlagen.   

Aufgabenstellung Landmanagement
Durchführung eines Vitalitätschecks mittels Erhebungen vor Ort in der Gemeinde Fischach und Bewertung dieser Erhebung in Anlehnung an den Leitfaden. Zusätzlich Ausarbeitung von Strategien mit den Schwerpunkten Flächensparen und Nahversorgung.   

Aufgabenstellung GIS
Erstellung eines automatisierten, GIS-gestützten Leerstandskatasters unter Einbindung von Daten des Einwohnermeldewesens und Entwicklung von Strategien zur Innenentwicklung basierend auf den gewonnen Erkenntnissen.

Ermittlung lokaler Potenziale zur dezentralen Energieversorgung im ländlichen Raum
am Beispiel der Marktgemeinde Fischach

Problematik
Die steigende Nachfrage nach fossilen Energieträgern auf dem Weltmarkt sowie deren Endlichkeit führen zu anhaltenden und erheblichen Preissteigerungen dieser Energieressourcen. Nicht nur diese ökonomischen, sondern auch die ökologischen und sozialen Folgen des enormen Energiehungers der Weltbevölkerung sind bereits spürbar – und zwar für jeden Einzelnen. Im Rahmen der aktuellen Klimadebatte wurde eine Vielzahl neuer Instrumente zur Förderung alternativer Energien hervorgebracht. Die angestrebte Umstrukturierung der Energieversorgung, die oft als „Energiewende“ bezeichnet wird, bedarf einer nachhaltigen Gestaltung und folglich einer möglichst präzisen Untersuchung ihrer Auswirkungen. Besonderes Augenmerk ist hierbei auf die ländlichen Räume zu richten, da ihnen vielfach eine Rolle als „Energielieferanten der Zukunft“ zugeschrieben wird. Die damit einhergehenden Konflikte – speziell im Bezug auf Landnutzungsfragen – werden dabei gerne übersehen.

Aufgabenstellung
Überschlägige Ermittlung des gesamten Energiebedarfs der Gemeinde Fischach. Abschätzung des nutzbaren Potenzials:  Dachflächen (Solarthermie bzw. Photovoltaik), Biomasseanlagen mit und ohne Kraft-Wärme-Kopplung sowie Abwärme vorhandener industrieller Anlagen. Für diese Abschätzung sollen GIS und darin eingebundene Tools zum Einsatz kommen. Abschließend Erarbeitung verschiedener Szenarien und ihre Auswirkungen auf die Gemeinde bzw. die Region.

Erfassung Kulturhistorischer Landschaftselemente  

Problematik
Angesichts des zunehmenden Drucks auf die Fläche (Siedlung, Umgehungsstraße, Energiepflanzen) ist gerade in dem Erholungsgebiet Stauden die Erhaltung der gewachsenen Kulturlandschaft eine wichtige Voraussetzung für den dort eingeschlagenen Weg des sanften Tourismus und der nachhaltigen Regionalentwicklung (Motto: „Naturstarke Landschaftsinsel mit Erholungscharakter“). Dabei geht es jedoch nicht um die Konservierung einer musealen Landschaft, die Herausforderung besteht vielmehr in einer "erhaltenden Erneuerung", also behutsamen Weiterentwicklung.   

Aufgabenstellung
Erfassung und GIS-gestützte Modellierung von kulturhistorisch bedeutsamen Landschaftselementen. Mobile Datenerfassung der  Landschaftselemente mit  anschließender weitergehenden Analyse in einem stationären GIS. Erarbeitung von Vorschlägen für ihre Berücksichtigung bei der Aufstellung des Planes nach § 41 FlurbG.
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Impressionen aus dem SS 2008


Seminar Kommunal- und Landentwicklung II SS 2008
Auftakt in der Marktgemeinde Fischach am 25. April 2008:
Startschuss für das "Stauden-Seminar" Kommunal- und Landentwicklung.

Studenten und Betreuer treffen sich zu einer gemeinsamen
Projektbesprechung mit den Akteuren vor Ort.

Siehe auch Bericht (pdf) in der Augsburger Allgemeinen und
in der Schwabmünchner Allgemeinen.


Hier im Bild: Gruppenfoto für die Presse vor dem Rathaus in Fischach!
Zwischenpräsentation am 30. Mai 2008.

Die Arbeitsgruppen erläutern den Betreuern ihr jeweiliges Untersuchungsdesign und stellen erste Ergebnisse vor.

Hier im Bild:  Besprechung der nächsten Arbeitsschritte am gemeinsamen Projektplan unter Leitung der studentischen Projektmanagerin.
Auch dieses Jahr waren die studentischen Teams wieder interdisziplinär und interkulturell besetzt: Verschiedene Studiengänge und Nationen - diesmal aus China, Taiwan und Polen - arbeiteten gemeinsam an den Aufgabenstellungen.

Eine besondere Herausforderung für die referierenden Studenten: Ein Filmteam des Bayerischen Rundfunks machte TV-Aufnahmen. Der Bildungskanal Bayern alpha möchte einen Beitrag bringen, in dem es um Studierende aus China geht (Sendetermin: 16. Januar 2009, 17:00 Uhr im Bildungskanal BR alpha).
Am 18. Juli 2008 präsentierten die Studenten ihre Ergebnisse den  Bürgermeistern der Gemeinden Fischach, Gessertshausen, Langenneufnach und Markt Wald, dem Präsidenten des Amtes für Ländliche Entwicklung Schwaben, Vertretern der Regionalentwicklung Stauden sowie interessierten Akteuren und Bürgern aus der Region vor.

Das Publikum zeigte sich beeindruckt. Bürgermeister Ziegelmeier (Markt Fischach) lobte: "Das ist eine wunderbare Grundlage nicht nur für unsere Gemeinde, sondern für die ganze Region." Präsident Huber fügte hinzu: "Das waren alles hochaktuelle Themen mit einer Fülle an interessanten und verwertbaren Ergebnissen".

Siehe auch Bericht in der "Augsburger Allgemeinen" (pdf).

Artikel "Mit Landentwicklung die Heimat verstehen" (pdf) als Bericht zum Seminar in "Schönere Heimat"

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Seminar Kommunal- und Landentwicklung I SS 2008

Exkursion am 06. Juni 2008

Wittislingen
,
Marktgemeinde im Landkreis Dillingen, ist ein ideales Anschauungsbeispiel für den Innenentwicklungsbedarf von Gemeinden.

Mithilfe des Leitfadens von "DorfVital" hat sich die schwäbische Marktgemeinde bereits einem umfassenden "Check" unterzogen: Demographische Situation, die Nutzung der Wohn- und Geschäftsgebäude sowie der  landwirtschaftlichen Höfe und viele weitere Punkte wurden erfasst.
Die Ergebnisse waren für manche doch überraschend...

Hier im Bild: Kindergarten, Grund- und Hauptschule, Metzgerei und Gasthof etc. - das Kleinzentrum bietet seinen knapp 2.500 Bürgern einiges an Infrastruktur - aber diese Bäckerei ist für immer geschlossen!

Hier im Bild: "Zu verkaufen" - Lauschige Bachläufe, gesellige Plätze und viel Grün bieten den Bewohnern eine idyllische Lebensqualität. Dennoch sind diese Häuser nicht die einzigen Leerstände im Innerortsbereich.

... Leerstände im Ort! Neben den vielen positiven Befunden müssen viele Gemeinden auch diese schmerzliche Bilanz ziehen, sobald sie sich einen systematischen Überblick über ihre aktuelle Situation verschaffen...


... für die Gemeinde Wittislingen Anlass, nicht nur das touristische Potenzial ihrer Radwege, Bachläufe und der Römergeschichte verstärkt für den Tourismus zu nutzen, sondern auch gezielt Strategien für die Revitalisierung des Ortskerns zu entwerfen.

Zu den Ideen gehören etwa der Umbau des Zehentstadels zum generationenübergreifenden  Dorfgemeinschaftsgebäude und die Umgestaltung der Untere Mühle zum Heimathaus mit Mühlen- und Handwerksmuseum.

Hier im Bild: Erfolgreiche Umnutzung eines Stadels - Erweiterung des Nahversorgungsangebotes und gelungene Erhaltung traditioneller Bausubstanz!
Exkursion am 23. Mai 2008

Studenten holen sich Anregungen von einer Beispielgemeinde, die für ihre nachhaltige Entwicklung bereits zahlreiche Auszeichnungen erhalten hat - Bürgermeister Dieter Gewies führte durch seine Gemeinde Furth bei Landshut.

Hier im Bild: Besichtigung des Biomasseheizkraftwerks, das jährlich den Einsatz von 300.000 Litern Heizöl durch 1.000 Tonnen unbehandelte Hackschnitzel aus regionaler Produktion ersetzt. Die Anlage
wird beständig erweitert. Sie versorgt derzeit Gymnasium, Kloster, Grund- und Hauptschule, Kindergarten, Dorfzentrum, Rathaus, Ärztehaus sowie ca. 40 Wohn- und Geschäftshäuser.

Der Gemeinderat hatte bereits 1999 einstimmig beschlossen, die Energieversorgung der Gemeinde zu 100 Prozent auf erneuerbare Energien umzustellen. Seitdem wurden Nahwärmenetze (Biomasse, Biogas) errichte und Sonnenkollektoren- sowie Solarstromanlagen gebaut. Zahlreiche kleinere Pellet, - Hackschnitzel- und Stückholzheizungen ergänzen dezentral die Versorgung. Alle kommunalen Gebäude werden nach und nach saniert.
Weitere Entwicklungschwerpunkte von Furth b.L. sind die Förderung von Bildung und Erziehung sowie Innenentwicklung und Nahversorgung.

Hier im Bild: Der neu gestaltete Dorfplatz: Kleine Geschäfte des täglichen Bedarfs, Gastronomie und Wohnungen für Pflegebedürftige direkt neben Kirche, Rathaus und Schloss - für eine Gemeinde mit gut 3.000 Einwohnern eine beachtliche Vorhaltung an Infrastruktur.
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Seminar Moderationstechniken SS 2008, 2009

Inhalte
  • Grundlagen der Moderation (insbes. Gesprächsführung und Fragetechniken)
  • Metaplantechnik (Voraussetzungen und Einsatz)
  • Kreative Techniken im Überblick
  • Einsatz der Moderation in der Bauleitplanung (Ziele und Inhalt)

1 ECTS - Leistungsnachweis

  • Aktive Teilname und Einsatz der jeweils im Block erlernten Moderationstechniken
  • Gestaltung eines beispielhaften Moderationseinsatzes (Hausaufgabe)
Ansprechpartner
Dipl.-Geogr. Silke Tamara Franke
T  089 / 289-22 519
E  franke@landentwicklung-muenchen.de
Raum 0780

Moderationstechniken sind soft skills, mit denen Studenten  Schlüsselkompetenzen für das Studium und die berufliche Laufbahn erwerben. Im Seminar lernen sie unter professioneller Anleitung in praktischen Übungen die Basis-Bausteine erfolgreicher Moderation kennen, z.B. Gesprächsführungs- und Fragetechniken, Kreativitätstechniken, Metaplan- und Visualisierungstechniken.

Hier im Bild: In Rollenspielen üben die Studenten die Aufgabe der Diskussionsleitung.


Hier im Bild: Resumee der Studenten nach den ersten Übungen: "Das Ziel im Auge zu behalten, rechtzeitig einzuhaken und dabei sachlich und neutral zu bleiben ist anspruchsvoller und schwieriger als zunächst gedacht!"

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Last updated: 23. Oktober 2009, Dipl.-Geogr. Silke Franke