ForschungsNetzwerk "Zukunft Dorf"


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Mitgliederportrait und Forschung zum Thema "Zukunft Dorf"

Dipl.-Geogr. Silke Franke


1999 - 2004
Regionalplanerin bei LARS consult, München.

2004 - 2010
wiss. Mitarbeiterin am
Lehrstuhl Bodenordnung und Landentwicklung,
TU München.

2010 -
Referentin bei der Hanns Seidelstiftung
Akademie für Politik und Zeitgeschehen

Mitgliedschaften
Bayerische Akademie Ländlicher Raum
Franz von Assisi Akademie.
Schule der Dorf- und Landentwicklung

Forschungsvorhaben (
2005 - 2006)

Magel, Franke:
"Evaluierung des
Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement
Bayern (LNBE)"


Auftraggeber:
Bayerisches Staatsministerium für Ar
rbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen.

Fragestellung

Bürgerschaftliches Engagement entsteht und entwickelt sich im Lokalen. Die Kommunen sind mit ihren Vereinen, Verbänden und Parteien, Selbsthilfegruppen und Bürgerinitiativen seine wichtigsten Wurzeln.

Das Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement hat in diesem Rahmen vor allem eine unterstützende Funktion.
Es besteht aus einer Geschäftsstelle in Nürnberg und drei landesweiten "Fachknoten":
  • die Koordinationsstelle für die Selbsthilfe Bayern (SeKo) in Würzburg,
  • das Netzwerk Mütter- und Familienzentren in Bayern e.V.,
  • die Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen (lagfa) in Augsburg sowie
Das LNBE bündelt wichtige Informationen und gibt sie weiter. Dadurch soll ein Bildungs-, Lern- und Informationsnetzwerk entstehen, das die Arbeit im Bürgerschaftlichen Engagement insgesamt verbessern hilft.

Das Angebot des LNBE umfasst:

  • Information
    Sammeln und Bündeln von Informationen (bayernweit, bundesweit und aus dem Ausland) sowie deren Veröffentlichung in geeigneter Form: Internet, eigene Zeitung, Handreichungen zu besonderen Themen (z.B. Versicherungsschutz), Infotelefon, Konzeptionen für Tagungen, Vortragsreihen u.ä.
  • Beratung
    Entwicklung und Bereitstellung von Konzepten und Angeboten zur Organisationsberatung mit dem Ziel der Einführung bzw. Modernisierung ehrenamtlicher Arbeit. Verbreitung guter Modellansätze und effektiver Arbeitsweisen.
  • Fortbildung
    Fortbildungen zu verschiedenen Themen. Die Angebote sollen praxisnah sein und wenden sich vor allem an Multiplikatoren im ehrenamtlichen und hauptamtlichen Bereich.
  • Bürgerschaftliches Engagement als Querschnittsaufgabe
    Ausweitung und Verknüpfungen, Kontakte zu kommunalen Spitzenverbänden und zu den verschiedenen Staatsministerien.

Im Jahr 2005 hat das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie
und Frauen die Evaluierung des Landesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement
Bayern in Auftrag gegeben.
Ziel war es,

1. die bisher geleistete Arbeit des LNBE im Zeitraum 2003–2006 zu evaluieren, d.h. eine
Zwischenbilanz und –bewertung zu ziehen.

Wurden die Aufgaben Information, Beratung, Fortbildung und Vernetzung umgesetzt?
Wie ist der Umsetzungsstand zu bewerten: Was läuft gut, wo gibt es Verbesserungsbedarf?

2. Darüber hinaus sollten auch strategische Zukunftsperspektiven für den Zeitraum
nach 2008 entwickelt werden.

Welche Möglichkeiten der strategischen Weiterentwicklung gibt es?


Methodeneinsatz
  • Selbsteinschätzung: Leitfadengestützte Interviews mit der Servicestelle und ihren landesweiten Fachknoten.
  • Einschätzung der lokalen Einrichtungen vor Ort: Fragebogenerhebung bei den Mitgliedern der einzelnen Fachknoten (Rückantwort von 23 Mütter- und Familienzentren, 18 Selbsthilfekoordinationsstellen, 12 Freiwilligenagenturen/ Freiwilligenzentralen).
  • Fremdeinschätzung: Leitfadengestützte Interviews mit dem Bayerischen Landtag (Präsident, Sozialpolitische Sprecher der Fraktionen u.a.), den kommunalen Spitzenverbänden und den Spitzenverbänden der freien Wohlfahrtspflege.
  • Perspektiven-Workshop: Gemeinsame Diskussion von Schlüsselfragen mit Vertretern aus Politik, Ministerien, Verbänden, Wirtschaft, Kommunen, Experten und dem LNBE.

Ergebnisse

Durch die Untersuchung konnten die Leistungen des LNBE dokumentiert und bewertet werden. Folgendes Fazit konnte u.a. gezogen werden:
  • Die Einrichtung des Landesnetzwerks (LNBE) hat sich bewährt.
  • Der Bedarf für die Leistungen des LNBE ist vorhanden,
    die Nachfrage wächst.
  • Das LNBE hat seine personellen Leistungsgrenzen längst erreicht.
  • Handlungsbedarf wird deshalb v.a. im strategischen Bereich
    gesehen.

Wirkungen

Im März 2007 wurde die Untersuchung "Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement Bayern - Zwischenbewertung und Zukunftsstrategien" von Magel und Franke im Bayerischen Landtag im Ausschuss für Sozial-, Gesundheits- und Familienpolitik vorgestellt: Pressemitteilung Staatsministerium (pdf) und Presseecho Süddeutsche Zeitung (pdf), Tischvorlage (pdf) für die Ausschuss-Sitzung.

Das LNBE wurde aufgrund der Untersuchung fortgeführt.

In einem Interview im Newsletter "Wir für uns: Engagiert in Bayern" (Ausgabe 04/2008) bezeichnete Stewens, bis Oktober 2008 Bayerische Staatsministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen,  rückblickend die Evaluation durch Prof. Magel und Silke Franke als den "wichtigsten Meilenstein für das Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement in Bayern"! Link zum Newsletter "Wir für uns" (pdf 1,0 MB)


Publikationen

Magel, H./ Franke, S., 2006
:
Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement Bayern (LNBE).
Zwischenbewertung und Strategien für die Zukunft.
Im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums
für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen.

Veröffentlicht unter:
http://www.stmas.bayern.de/sozialpolitik/ehrenamt/netzwerk.htm

 



Stand: Juni 2009